23. Okto­ber 2014: Besich­ti­gung Rau­tis­tras­se 300

Sieben span­nen­de Hoch­häu­ser an der Rau­tis­tras­se

Flyer Okt 2014Ursprünglich stan­den auf dem Areal im Lan­di­stil erbau­te Häuser aus den 40er-Jahren. Die Stadt prüfte eine Sanie­rung, die sich aber als unwirt­schaft­li­ch her­aus­stell­te. 2005 wurde ein Archi­tek­tur­wett­be­werb aus­ge­schrie­ben, den UNDEND-Archi­tek­ten gewan­nen. Nun wurden die ersten Woh­nun­gen bezo­gen.

Am 23. Okto­ber führte Kul­tur48 eine zweite Archi­tek­tur-Füh­rung durch, die 19. seit Beginn dieser Reihe. 70 inter­es­sier­te Per­so­nen nutz­ten die Gele­gen­heit, sich über die Ent­ste­hung der umstrit­te­nen Hoch­häu­ser infor­mie­ren zu lassen und noch vor deren Bezug einen Blick in eine der Woh­nun­gen zu werfen. Fast zehn Jahre nach dem Beginn der Pla­nung können nun rund 350 Per­so­nen in die sieben 7-stö­cki­gen Gebäu­de mit ihren 104 Woh­nun­gen ein­zie­hen.

Urs Egg und Chris­ti­an Meili von UNDEND-Archi­tek­ten sowie Roger Spie­gel von Spiegel+Partner als ver­ant­wort­li­cher Bau­lei­ter nutz­ten die Gele­gen­heit «ihre» Sied­lung dem inter­es­sier­ten Publi­kum vor­zu­stel­len. In ihren enga­gier­ten und fun­dier­ten Aus­füh­run­gen war u.a. zu erfah­ren, dass der Wohn­flä­chen­ver­brauch pro Person nur 29,6 m2 beträgt, was knapp 10 m2 weni­ger sind als der durch­schnitt­li­che Flä­chen­kon­sum pro Person in der Stadt Zürich. Die beglei­te­te «Runde» durch die Sied­lung zeigte, dass die Hoch­häu­ser erstaun­li­ch locker in der noch zu begrü­nen­den Park­land­schaft und zwi­schen den alten Bäumen ver­teilt sind. Dank der drei­sei­ti­gen Aus­rich­tung sind die Woh­nun­gen licht­durch­flu­tet und bieten den Bewoh­ne­rIn­nen eine ein­drück­li­che Weit­sicht. Erstau­nen mag das Fehlen eines Bal­kons, doch viel­leicht trös­tet die Loggia, die sich in allen Jah­res­zei­ten nutzen lässt. Die Wohn­sied­lung ist nach Miner­gie-Eco-Stan­dard erbaut. Ende gut alles gut nach den lang­jäh­ri­gen Rekur­sen? – Archi­tek­to­ni­sch konnte die Sied­lung auf jeden Fall über­zeu­gen.

Kerstin Flei­scher und Helena Neu­haus, Mit­glie­der Kul­tur48