Ver­an­stal­tun­gen

21. Archi­tek­tur­füh­rung: Hotel Spir­gar­ten 2018 – fit für die Zukunft

Don­ners­tag, 24. Mai 2018, 17:30 Uhr

Das Best Wes­tern Hotel Spir­gar­ten am Lin­den­platz hat die erste Etappe einer großen Erwei­te­rung und Reno­va­ti­on gemeis­tert: Inner­halb von knapp fünf Mona­ten ist im ersten Schritt eine neue Küche ent­stan­den, die für eine Kapa­zi­tät von 350 Per­so­nen aus­ge­legt ist, aber bis zu 600 Per­so­nen bedie­nen kann. Hier­für wurden die Räum­lich­kei­ten des ehe­ma­li­gen Restau­rants Linde 5, die das Zür­cher Drei-Sterne-Hotel bis­lang als Ban­kett­raum und Fon­du­e­stu­be genutzt hatte, in eine neue Pro­duk­ti­ons- und Ban­kett­kü­che umge­wan­delt. So kann das fünf­köp­fi­ge Küchen­team nun auf modern­s­te Geräte zum Kre­ieren neuer Köst­lich­kei­ten für die Gäste zurück­grei­fen. Zudem wurde die Anord­nung der Küchen­blö­cke auf die Arbeits­ab­läu­fe ange­passt und der Bereich damit auch in seiner räum­li­chen Auf­tei­lung opti­miert.

Chris­to­phe Rouil­ler, Direk­tor des Best Wes­tern Hotel Spir­gar­ten: „Rich­tig stolz sind wir auf unsere neuen Küchen­räu­me und die High­tech-Geräte: Hier haben wir das Beste auf klei­nem Raum her­aus­ge­holt, so dass unsere Mit­ar­bei­ter von tollen Arbeits­plät­zen und abso­lut effi­zi­en­ten Arbeits­be­din­gun­gen pro­fi­tie­ren können.

ARNO CAMENISCH LIEST.

PBZ Alt­stet­ten, Mitt­wo­ch, 25. April 2018, 19:30 Uhr

«Seine Lesun­gen sind Kult.» – Hes­si­scher Rund­funk

Der Bünd­ner Autor und Per­for­mer Arno Came­ni­sch liest aus seinem neu­es­ten Roman DER LETZTE SCHNEE – ein fri­sches, wit­zi­ges und berüh­ren­des Buch über das Ende und das Ver­schwin­den. Und mit der glei­chen Ori­gi­na­li­tät, mit der Came­ni­sch seine Wort- und Bil­der­spra­che kre­iert, trägt er auch seine Texte vor – in seinem unver­gleich­li­chen, melan­cho­li­sch-humor­vol­len «Came­ni­sch-Sound».
www​.arno​ca​me​ni​sch​.ch

21 Januar 2018 – Neu­jahrs­kon­zert 2018

Das schöne Foto auf dem Pro­gramm hatte nicht zu viel ver­spro­chen: Mit viel Schwung spiel­ten die vier Damen von ‘Le donne vir­tuo­se’ das Neu­jahrs­kon­zert. Es war eine Freude, den Musi­ke­rin­nen zuzu­se­hen und zuzu­hö­ren. Sie spiel­ten viele bekann­te Melo­dien von George Gershwin etwa oder von Johan­nes Brahms. Diese Werke erklan­gen durch die ori­gi­nel­len Inter­pre­ta­tio­nen ganz frisch und neu. Einige Stücke haben fast zum Tanzen ani­miert. Andere schwel­ge­ri­sche Melo­dien waren zum Träu­men oder ein­fach zum Genies­sen. Wun­der­schön wie das Quar­tett har­mo­nier­te und die vier Damen sich gegen­sei­tig zu den schöns­ten Melo­die­bö­gen inspi­rier­ten. Wie sie präzis zusam­men Piz­zi­ca­ti hin­zupf­ten oder vir­tuos Ton­lei­tern in den weiten Kir­chen­raum zau­ber­ten – es war hin­reis­send.

Das Publi­kum war erfreu­li­ch zahl­reich und spen­de­te freu­di­gen Applaus. Es wurden präch­ti­ge Sträus­se ver­teilt und in der ganzen Kirche konnte man glück­li­che Gesich­ter sehen. Mögen sie mög­lichst lange ins Jahr 2018 wei­ter­strah­len, mit den Klän­gen der ‘Le donne vir­tuo­se’ im Ohr.

Bar­ba­ra Böhi Kir­ca­li, Kul­tur48 Kul­tu­rel­le Kom­mis­si­on Quar­tier­ver­ein Alt­stet­ten

20. Archi­tek­tur-Füh­rung: Genos­sen­schaft Gleis 70

Her­met­schloostras­se 70, 8048 Zürich
Don­ners­tag, 7. Sep­tem­ber 2017, 17:30 Uhr

Anfang Sep­tem­ber 2017 fand die von Kul­tur48 orga­ni­sier­te Archi­tek­tur­füh­rung in der Genos­sen­schaft Gleis 70 statt. Das sechs­stö­cki­ge Geschäfts­haus an der Her­met­schloostras­se 70 in Alt­stet­ten war ursprüng­li­ch das Ver­wal­tungs- und Lager­haus des Spiel­zeug­wa­ren­ver­käu­fers Franz-Carl Weber. Das Gebäu­de ver­fiel, als es Mitte der 1980-er Jahre von FCW auf­ge­ge­ben wurde. Es erwach­te zu neuem Leben, als die Genos­sen­schaft Gleis 70 im Jahr 2000 einzog. Das Haus wurde saniert und bietet jetzt auf sechs Stock­wer­ken und dem Unter­ge­schoss den rund 150 Mit­glie­dern der Genos­sen­schaft güns­ti­ge Arbeits­räu­me. Meh­re­re Ate­liers konn­ten anläss­li­ch der zwei­stün­di­gen Füh­rung mit André Pinkus, einem der Initi­an­ten der Genos­sen­schaft, besich­tigt werden.

So erhiel­ten die Besu­cher Ein­bli­ck in eine Metall­werk­statt, eine Schrei­ne­rei und das grosse Lager eines Fil­me­quip­ment­ver­leihs , wo sich alles Not­wen­di­ge für die Beleuch­tung und die Auf­nah­me von Filmen findet. Ebenso sind in der Genos­sen­schaft diver­se sozia­le Ein­rich­tun­gen wie die Markt­lü­cke und der Öko­ser­vice ange­sie­delt, die ver­schie­de­ne Dienst­leis­tun­gen anbie­ten, und so Jugend­li­chen und sozial Benach­tei­lig­ten die Mög­lich­keit geben, eine Aus­bil­dung zu absol­vie­ren und in der Arbeits­welt Fuss zu fassen.

Inter­es­sant waren auch die unter­schied­li­chen Künst­ler­ate­liers, sei es ein japa­ni­scher Ori­ga­mi­künst­ler oder ein mit Prei­sen aus­ge­zeich­ne­ter Desi­gner. Hinter jeder Tür erwar­te­te die Inter­es­sier­ten eine kleine beson­de­re Welt.

Zum Abschluss bega­ben sich alle auf die Dach­ter­ras­se der Kan­ti­ne Her­met­schloo, wo ein gross­zü­gi­ger Apéro gereicht und die Gruppe mit einem ein­drucks­vol­len Blick über die Dächer Zürichs belohnt wurde. Auf dieser Dach­ter­ras­se findet wäh­rend der Som­mer­mo­na­te auch einmal im Monat, jeweils am ersten Don­ners­tag. die legen­dä­re Fiira­big­bar statt, zu der sich zahl­rei­che Genos­sen­schaft­ler und Genos­sen­schaft­le­rin­nen zusam­men­fin­den und den Aus­tau­sch pfle­gen. Gäste sind immer jeder­zeit herz­li­ch will­kom­men. Kul­tur48 bedankt sich bei allen, die zu diesem gelun­ge­nen Abend bei­tru­gen.

23. Auto­ren­le­sung, Mitt­wo­ch 10. Mai 2017, 19.30 in der PBZ Alt­stet­ten

Wer waren Lina und Eugen Huber?

Erwar­tungs­voll und dicht­ge­drängt sassen in der PBZ Alt­stet­ten 60 – ein Besu­cher­re­kord für die Lesung von Kul­tur48. Sie soll­ten für ihr Kommen belohnt werden:

Da stand diese quick­fi­de­le, blitz­ge­schei­te His­to­ri­ke­rin vor dem Publi­kum und es spru­del­te nur so von Anek­do­ten und erstaun­li­chen Geschich­ten rund um Eugen Huber, dem Ver­fas­ser des Schwei­zer Zivil­ge­setz­bu­ches und seine bemer­kens­wer­te Gattin Lina Huber.

Noch selten wurde an einer Lesung so viel gelacht. Bei­spiels­wei­se, als Frau Müller erzähl­te, wie der junge Eugen Huber – ein stu­dier­ter Jurist – es sich in den Kopf gesetzt hatte, keine andere als die Kell­ne­rin Lina zu hei­ra­ten. Nicht weni­ger als vier Seiten umfass­te der erste Brief an sie, in wel­chem er ebenso sach­li­ch nüch­tern wie unmiss­ver­ständ­li­ch um ihre Hand anhielt und die weit­rei­chen­den Kon­se­quen­zen einer Ehe wort­reich schil­der­te. Später als er bei ihr erfolg­reich war, sandte er ihr ebenso sach­li­ch wie unmiss­ver­ständ­li­ch ein Auf­klä­rungs­buch, in dem alles stand, ausser das, was wirk­li­ch inter­es­sier­te.

Eugen Huber war nicht der ein­zi­ge, der um Lina warb, auch der bekann­te deut­sche Archi­tekt Gott­fried Semper inter­es­sier­te sich für sie, sowie kein gerin­ge­rer als Gott­fried Keller.

Lina Huber war keine gewöhn­li­che Kell­ne­rin, son­dern eine sehr intel­li­gen­te, selbst­be­wuss­te und wiss­be­gie­ri­ge Frau. Sie wurde seine unent­behr­li­che Part­ne­rin bei der Erstel­lung des Schwei­ze­ri­schen Zivil­ge­setz­bu­ches, ZGB.

Eugen Huber, der allen Ein­woh­nern in Alt­stet­ten wegen der nach ihm benann­ten Stras­se ein Begriff ist, wurde an diesem Abend für die Zuhö­rer leben­dig im wahrs­ten Sinne des Wortes.

Der Dank von Kul­tur48 geht an Jean-Claude Schaff­hau­ser, der erneut eine unver­gess­li­che Lesung finan­zier­te, an die PBZ Alt­stet­ten und an die ein­drück­li­che Auto­rin und Red­ne­rin des kurz­wei­li­gen Abends: Frau Verena E. Müller.

Bar­ba­ra Böhi Kir­ca­li, Kul­tur48

Fröh­li­ches Neu­jahrs­kon­zert 2017 mit SULP

Beim dies­jäh­ri­gen Neu­jahrs­kon­zert war es schwie­rig, still zu sitzen: Man sah in den dicht­ge­füll­ten Reihen viele Füsse im Takt mit­wip­pen. Die Musik war so fröh­li­ch und sprit­zig, dass es einen juckte, dazu zu tanzen.

In der refor­mier­ten Kirche Zürich-Alt­stet­ten musi­zier­te die Orga­nis­tin der katho­li­schen Kirche Zürich-Alt­stet­ten zusam­men mit dem Volks­mu­si­k­ensem­ble SULP . Das Wort SULP steht für Swiss Urban Länd­ler Pas­si­on. Wie es der ori­gi­nel­le Name ankün­digt, erklang ein bunter Strauss von Volks­mu­sik aus den ver­schie­dens­ten Län­dern.

Wie passte da eine Kir­chen­or­gel dazu? Aus­ge­zeich­net! Die Musi­ker ver­stan­den es, die Orgel in die Stücke ein­zu­bin­den und die Orga­nis­tin Liset­te Stof­fel, hatte augen­schein­li­ch ihre Freude daran.

Der Saxo­pho­nist konnte in diver­sen Stü­cken seinen schmel­zen­den Klang zur Gel­tung brin­gen, und der Han­dör­geli­mann ver­zau­ber­te mit seiner Vir­tuo­si­tät. Der Kon­tra­bas­sist, der ein ver­läss­li­ches Fun­da­ment legte, griff zwi­schen­durch auch zum Alp­horn und der Tuba.

Kein Wunder, sah man nach dem Kon­zert viele ver­gnüg­te Gesich­ter. Schön war es, das Jahr so zu begin­nen!

Bar­ba­ra Böhi Kir­ca­li

Kul­tur48, Kul­tu­rel­le Kom­mis­si­on Quar­tier­ver­ein Alt­stet­ten

18. Mai 16: Auto­ren­le­sung, Michè­le Minel­li: Die Ver­lo­re­ne

Mitt­wo­ch, 18. Mai 2016, 19.30Uhr, PBZ Alt­stet­ten

Die Geschich­te der Frieda Keller. Ein Jus­tiz­skan­dal von 1904. Als sze­ni­sche Lesung auf die Bühne gebracht – zusam­men von Michè­le Minel­li und Peter Höner.

Als Frie­das Dienst­herr die Tür ver­rie­gelt und sich an sie drängt, ist sie ver­lo­ren. Hinter ihr liegt eine unbe­schwer­te Minelli VerloreneKind­heit im thur­gaui­schen Bischofs­zell und vor ihr die jah­re­lan­ge Schmach einer unge­woll­ten Mut­ter­schaft. Im auf­stre­ben­den St.Gallen kann sie in der Anony­mi­tät der Stadt unter­tau­chen, das Kind hält sie vor allen in einer Kin­der­be­wahr­an­stalt ver­steckt. Weil der Junge aber dort nicht blei­ben darf und sie nicht für ihn sorgen kann, ergreift all­mäh­li­ch ein düs­te­rer Plan von Frieda Keller Besitz.

Nach der Lesung lädt «Kul­tur48» zu einem Apéro und Aus­tau­sch mit den Gästen ein. Es findet ein Bücher­ver­kauf statt, Michè­le Minel­li und Peter Höner beant­wor­ten Ihre Fragen und signie­ren Bücher. Das Buch ist im Aufbau-Verlag erschie­nen.

Lin­den­platz 4, 8048 Zürich, 044 431 27 60, www .pbz​.ch
Hal­te­stel­le Lin­den­platz, Tram 2, Bus 80, Bus 78

24. Januar 2016 Neu­jahrs­kon­zert 2016

«La cì darem la mano» singt Don Gio­van­ni im berühm­ten Duett, in dem er Zer­li­na, die eigent­li­ch gleich hei­ra­ten will, auf sein Schloss ent­führt. Haben Sie die Melo­die gleich im Ohr? Wenn Sie an das dies­jäh­ri­ge Kon­zert kommen, werden Sie die Melo­die sofort erken­nen. Dieses Duett und viele andere berühm­te und wun­der­schö­ne Arien und Quar­tette aus den gros­sen Werken der Musik­li­te­ra­tur gibt es am dies­jäh­ri­gen Neu­jahrs­kon­zert zu hören.Kult_Flyer_Konz_Jan_2016_05_kor

Bar­ba­ra Böhi ist in Kul­tur48 für die Kon­zer­te zustän­dig. Sie ist von Beruf Sän­ge­rin. Bei diesem Neu­jahrs­kon­zert tritt sie selber mit Freun­den auf. So kommen wir am Neu­jahrs­kon­zert in den Genuss von Sän­gern, die sich Kul­tur48 nur dank einem gros­sen «Freund­schafts­bo­nus» leis­ten kann.

Am Kla­vier werden sie von Hans Adolfsen beglei­tet – auch er ein bekann­ter Name in der Schwei­zer Musikszene.Tolle Stim­men werden die Refor­mier­te Kirche Alt­stet­ten erfül­len und das Herz mit Musik beglü­cken. Dieses Kon­zert ist ein abso­lut ein­ma­li­ges Ereig­nis. Wir freuen uns auf viele Besu­cher!

Bericht in Zürich West vom 24. Januar 2016

11. – 19. Sept. 2015: art.stetten

«Wer sagt denn, dass Kunst weit weg ist?

Unter diesem Motto fand vom 11. bis 19. Sep­tem­ber 2015 in Alt­stet­ten auf dem Chi­le­hü­gel ober­halb des Lin­den­plat­zes – nach einem jah­re­lan­gen Unter­bruch – art.stetten Flyer art.stetten Flyer Seite 1
erst­mals wieder eine Kunst­aus­stel­lung mit loka­len Künst­le­rin­nen und Künst­lern statt. Die Aus­stel­lung wurde von der Kom­mis­si­on Kultur, Spi­ri­tua­li­tät und Bil­dung der evan­ge­li­sch-refor­mier­ten Kirch­ge­mein­de Alt­stet­ten und Kul­tur48, der kul­tu­rel­len Kom­mis­si­on des Quar­tier­ver­eins Alt­stet­ten, Initi­iert und orga­ni­siert.

Zahl­rei­che Künst­le­rin­nen und Künst­ler prä­sen­tier­ten ihre Werke. Eine Jury – Aldo Moz­zi­ni und Kath­rin Luchs­in­ger, Dozen­ten der Zür­cher Hoch­schu­le der Künste –
hatten die defi­ni­ti­ve Aus­wahl der aus­zu­stel­len­den Werke getrof­fen und damit für die ange­streb­te Qua­li­tät gesorgt. Kri­te­ri­en bezüg­li­ch Mit­wir­kung der Kunst­schaf­fen­den waren Zuge­hö­rig­keit zu Alt­stet­ten, Viel­falt der Her­kunfts­län­der, Frauen und Männer, jün­ge­re und ältere Kunst­schaf­fen­de sowie Profi- und Hobby-Künst­ler.

Aus­ge­stellt haben Aeber­sold Erica, Bach­mann Ueli, Bättig Adrian, Bazell Claude, Brühl­mann Caro­li­ne, Bürg­ler Werner, Bütik­o­fer Adrian, Debna­ro­va Dana, Eberle Ursula, Erma­tin­ger Fran­zis­ka, Ermel Els­be­th, Fül­le­mann Eliane, Gerosa Mari­an­ne, Haus­leith­ner Sandra, Herzog Eva, Hof­mann Andre­as, Isen­schmid Denise, Jakob Bri­git­te, Kauf­mann Rita Maya, Kawann Cor­ne­lia, Keller Fran­zis­ka, Kuzel Jarka, Leeb Frida, Matz­ner Helga, Megert Ursula, Mühl­ber­ger Chris­ti­ne, Müh­le­ta­ler Verena, Nei­nin­ger Anto­nia, Ott Johan­na Maria, Pfis­ter Lila, Rauch Silvio, Ruf Heinz AJAR, Schmid Monika, Speck Thomas, Spill­mann Brigit, Stä­de­li Irma, Weder Albert, Wyss Alex

Viel­fäl­ti­ges Begleit­pro­gramm

Die Aus­stel­lung wurde von einem viel­fäl­ti­gen Rah­men­pro­gramm beglei­tet. Daraus ein paar Höhe­punk­te: die Fan­fa­re des Micha­el-Kaen-Quin­tetts, das Phil­har­mo­ni­sche Blä­ser­quin­tett Basel unter der Lei­tung des Alt­stetter Musi­kers Kon­stan­tin Timok­hine, der Lau­da­te-Chor, der Jodel-Club Sän­ger­run­de Zürich, The Jazzi Döpps, das Ensem­ble Seren­di­pi­ty mit Klän­gen der Musik­rich­tun­gen Klez­mer, Folk und Oldies und zum Abschluss das Akkor­de­on-Orches­ter Zürich-Alt­stet­ten. Sehens­wert war zudem das Figu­ren­thea­ter des in Alt­stet­ten leben­den Künst­lers Silvia Rauch (Ate­lier Augen­hö­he).

Initi­an­tin­nen der «art.stetten» waren Ulrike Müller, Kom­mis­si­on Kultur, Spi­ri­tua­li­tät und Bil­dung der evan­ge­li­sch-refor­mier­ten Kirch­ge­mein­de Alt­stet­ten, und Helena Neu­haus, bis Febru­ar 2015 Prä­si­den­tin von Kul­tur48.

22. April 2015 : 21. Auto­ren­le­sung. Willi Wott­reng

Zu Gast war der Autor Willi Wott­reng. Er las und erzähl­te aus seinen Sachbüchern und seinem ersten Roman «lülü».Flyer

Lydia Welti-Escher (1858–1891) war eine Frau der Belle Époque und Toch­ter des Eisenbahnkönigs Alfred Escher. Ihre Lie­bes­ge­schich­te erschütterte die Haute-Volée. Der bekann­te His­to­ri­ker und Jour­na­list Willi Wott­reng hat die Doku­men­te zum Leben der eman­zi­pier­ten Ade­li­gen und eigen­sin­ni­gen Frau neu gesich­tet und bewer­tet. Wie, das erzählte er anhand der beiden Bücher über Lydia Welti-Escher.

«Sie war eine Pro­vo­ka­ti­on». Lady Shiva machte im Zürich der 1970er- und 1980er-Jahre Furore. Sie war Muse, Hure, Model und Mutter, Schau­spie­le­rin, Kura­to­rin, Sängerin und Pro­vo­ka­teu­rin. Lady Shiva lebte schnell und starb jung mit 37 Jahren bei einem bis heute ungeklärten Töffunfall in Thai­land.

Des Wei­te­ren stell­te Willi Wott­reng seinen ersten Roman «Lülü» vor, der kurz vor der Lesung erschie­nen war.

23. Okto­ber 2014: Besich­ti­gung Rau­tis­tras­se 300

Sieben span­nen­de Hoch­häu­ser an der Rau­tis­tras­se

Flyer Okt 2014Ursprünglich stan­den auf dem Areal im Lan­di­stil erbau­te Häuser aus den 40er-Jahren. Die Stadt prüfte eine Sanie­rung, die sich aber als unwirt­schaft­li­ch her­aus­stell­te. 2005 wurde ein Archi­tek­tur­wett­be­werb aus­ge­schrie­ben, den UNDEND-Archi­tek­ten gewan­nen. Nun wurden die ersten Woh­nun­gen bezo­gen.

Am 23. Okto­ber führte Kul­tur48 eine zweite Archi­tek­tur-Füh­rung durch, die 19. seit Beginn dieser Reihe. 70 inter­es­sier­te Per­so­nen nutz­ten die Gele­gen­heit, sich über die Ent­ste­hung der umstrit­te­nen Hoch­häu­ser infor­mie­ren zu lassen und noch vor deren Bezug einen Blick in eine der Woh­nun­gen zu werfen. Fast zehn Jahre nach dem Beginn der Pla­nung können nun rund 350 Per­so­nen in die sieben 7-stö­cki­gen Gebäu­de mit ihren 104 Woh­nun­gen ein­zie­hen.

Urs Egg und Chris­ti­an Meili von UNDEND-Archi­tek­ten sowie Roger Spie­gel von Spiegel+Partner als ver­ant­wort­li­cher Bau­lei­ter nutz­ten die Gele­gen­heit «ihre» Sied­lung dem inter­es­sier­ten Publi­kum vor­zu­stel­len. In ihren enga­gier­ten und fun­dier­ten Aus­füh­run­gen war u.a. zu erfah­ren, dass der Wohn­flä­chen­ver­brauch pro Person nur 29,6 m2 beträgt, was knapp 10 m2 weni­ger sind als der durch­schnitt­li­che Flä­chen­kon­sum pro Person in der Stadt Zürich. Die beglei­te­te «Runde» durch die Sied­lung zeigte, dass die Hoch­häu­ser erstaun­li­ch locker in der noch zu begrü­nen­den Park­land­schaft und zwi­schen den alten Bäumen ver­teilt sind. Dank der drei­sei­ti­gen Aus­rich­tung sind die Woh­nun­gen licht­durch­flu­tet und bieten den Bewoh­ne­rIn­nen eine ein­drück­li­che Weit­sicht. Erstau­nen mag das Fehlen eines Bal­kons, doch viel­leicht trös­tet die Loggia, die sich in allen Jah­res­zei­ten nutzen lässt. Die Wohn­sied­lung ist nach Miner­gie-Eco-Stan­dard erbaut. Ende gut alles gut nach den lang­jäh­ri­gen Rekur­sen? – Archi­tek­to­ni­sch konnte die Sied­lung auf jeden Fall über­zeu­gen.

Kerstin Flei­scher und Helena Neu­haus, Mit­glie­der Kul­tur48

16. Okto­ber 2014: Musi­kevent Frei­la­ger

Bilder & Klänge im Rohbau

Am Don­ners­tag,
16. Okto­ber 2014 findet von 18.00 bis ca. 20.00 Uhr ein ein­ma­li­ges Kon­zert in der Frei­la­ger-Über­bau­ung statt.

unspecifiedRohbau, pro­vi­so­ri­sche Holz­trep­pen, nackte Beton­wän­de, lose Kabel und Bau­ma­schi­nen werden kom­bi­niert mit einem glit­zern­den lin­den­grü­nen Abend­kleid und Gei­gen­klän­gen. Diese unge­wöhn­li­che Kom­bi­na­ti­on gab es am 16.10.14 im Rohbau der Frei­la­ger­über­bau­ung zu bestau­nen. Wie kam es dazu? – Dank der logis­ti­schen und finan­zi­el­len Unter­stüt­zung der Frei­la­ger AG konnte Kul­tur48 ein aus­ser­ge­wöhn­li­ches Pro­jekt rea­li­sie­ren. Die Gei­ge­rin Davni Leder­ger­ber kon­zi­pier­te mit den Video- und Instal­la­ti­ons­künst­lern Baggenstos/​Rudolf einen Musi­kevent im Rohbau.

Das Publi­kum konnte in der aus­ge­buch­ten Ver­an­stal­tung Bilder genies­sen, die es nicht ver­ges­sen wird: Wir sahen ein Video von einem Baum, in dem die Gei­ge­rin sass und spiel­te. Und dann plötz­li­ch war im Neben­ge­bäu­de im gleis­sen­den Schein­wer­fer­licht die Gei­ge­rin zu sehen, die live im grünen Abend­kleid spiel­te und einen unwirk­li­chen Gegen­satz zur Umge­bung der Bau­stel­le schaff­te. Ver­zau­bert lausch­te das Publi­kum den vir­tuo­sen Klän­gen, die in den leeren Räumen des Gebäu­des ihren Wider­hall fanden.

In einen nächs­ten Raum gelockt, sah man die Gei­ge­rin auf einem Video in einem veri­ta­blen Hüh­ner­stall sitzen. Im roten Abend­kleid spiel­te sie von den gackern­den Hüh­nern gleich­sam unbe­irrt wie inspi­riert ihre Klänge. Auf einem wei­te­ren Video spiel­te sie auf der Leit­plan­ke der Hard­brü­cke balan­cie­rend mit dem Prime Tower im Hin­ter­grund. Wäh­rend das Publi­kum gebannt den fabel­haf­ten Läufen der Gei­ge­rin mitten im Ver­kehr lausch­te, erklang die zweite Gei­gen­stim­me des Stü­ckes, die nun plötz­li­ch live dazu von ihr gespielt wurde. Der Abschluss in den gross­zü­gi­gen Roh­bau­räu­men erfolg­te auf einem Video, in dem die Gei­ge­rin im leeren Let­zi­grund mitten in den Rängen spiel­te.

Zurück blei­ben unver­gess­li­che Bilder des Künst­ler­du­os und wun­der­ba­re Musik, ful­mi­nant und vir­tuos von der Gei­ge­rin Davni Leder­ger­ber dar­ge­bo­ten. Ein wahr­haft unver­gess­li­ches Feu­er­werk von Tönen und über­ra­schen­den Bil­dern mitten auf einer Bau­stel­le, die dem­nächst zu Leben – auch zu kul­tu­rel­lem Leben erwa­chen wird. /​Bar­ba­ra Böhi Kir­ca­li, Mit­glied Kul­tur48

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24. Sep­tem­ber 2014: 20. Auto­ren­le­sung: Jens Stei­ner – Caram­bo­le

Ein Roman in zwölf Runden

Da sind die drei Flyer Okt 2014Jugend­li­chen, die Pläne aus­he­cken für die bevor­ste­hen­den Schul­fe­ri­en und dabei genau wissen, dass auch dieses Jahr nichts gesche­hen wird, da ist die Troika, die sich regelmässig zum Caram­bo­le-Spiel trifft, und da ist Schor­sch, der immer dann auf­taucht, wenn man ihn nicht erwar­tet.

Für seinen zwei­ten Roman «Caram­bo­le» hat der 1975 gebo­re­ne Autor 2013 den Schwei­zer Lite­ra­tur­preis erhal­ten.

«Was pas­sier­te mit uns in diesen Tagen? Wir sind, was weiss ich, wir sind, ach Gott … ganz gewöhn­li­che Men­schen. Wir wollen nur ein biss­chen zufrie­den sein. Mehr nicht.» – Diese Sätze stehen in ‚Caram­bo­le’, einem Roman in zwölf Runden von Jens Stei­ner auf Seite 30. Von den ganz gewöhn­li­chen Men­schen in einem ganz gewöhn­li­chen Dorf han­delt das Buch. Doch wes­halb vermag ein Buch mit so viel Gewöhn­li­chem über 40 Leute in die Pes­ta­loz­zi-Biblio­thek zu locken? Da stellt sich die Frage, wie dieser hell­wa­che, sym­pa­thi­sche Autor Jens Stei­ner dazu kommt, sein Buch ‚nur’ über die Gewöhn­lich­keit zu schrei­ben.

Wir bekom­men Ant­wor­ten in den Bei­spie­len, die er vor­liest. Da sind die jugend­li­chen Kerle, die sich vor den leeren Som­mer­fe­ri­en fürch­ten und dem Phan­ta­sie­volls­ten der Gruppe gerne bei seinen Geschich­ten lau­schen. Da ist der Mann, mit eher unat­trak­ti­ver Gattin, der sich im Garten in den Boden gräbt und irgend­wann in seinem unend­li­chen Loch ver­schwin­det. – Alles kurze, plas­ti­sche Beschrei­bun­gen des Gewöhn­li­chen. Lang­wei­lig? Nein. Wenn man sich auf die sub­ti­len Bilder ein­lässt eröff­net sich einem ein uner­war­te­ter Reiz des Nor­ma­len. Und man schliesst gerne Bekannt­schaft mit den Roman­fi­gu­ren von Jens Stei­ner, um zu hoffen, dass man selber ein span­nen­de­res Leben lebt.

Dieser Roman han­delt vom Still­stand. Er han­delt, vom Unver­mö­gen, sich zu ent­wi­ckeln, zu befrei­en, vor­wärts zuge­hen. Dies ist so bril­lant geschrie­ben, dass der Autor dafür den begehr­ten Schwei­zer Buch­preis erhal­ten hat. In der anschlies­sen­den Fra­ge­run­de erzählt Jens Stei­ner, dass sein gegen­wär­ti­ger Roman sehr tem­po­reich ist. Nach so viel Dis­kus­si­on über Still­stand, nimmt man es mit Erleich­te­rung zur Kennt­nis.

Dies war (am 24.09.14) die 20. Auto­ren-Lesung der Kul­tu­rel­len Kom­mis­si­on in der Pes­ta­loz­zi-Biblio­thek. Die Prä­si­den­tin erwähnt und ver­dankt, dass alle diese Lesun­gen von Jean-Claude Schaff­hau­ser finan­zi­ell unter­stützt worden sind. Wir hoffen, dass der grosse Dank von Kul­tur48 Jean-Claude Schaff­hau­ser auf diesem Weg erreicht, denn betrüb­li­cher­wei­se, konnte er wegen einer uner­war­tet wich­ti­gen Sit­zung an der Jubi­lä­ums-Lesung nicht dabei sein. Wir freuen uns auf die nächs­te Lesung – hof­fent­li­ch wieder mit seiner Anwe­sen­heit.

Bar­ba­ra Böhi Kir­ca­li, Mit­glied Kul­tur48

19. Mai 2014: Hal­len­bad Alt­stet­ten – ein Blick hinter die Kulis­sen

Das Hal­len­bad Alt­stet­ten
Flyer_Architektur_19_Mai_14wurde im Jahr 1973 eröff­net und bis 1996 durch die Stadt Zürich betrie­ben. Seit dem 1. August 1997 wird das Bad unter pri­vat­wirt­schaft­li­chen Bedin­gun­gen durch die Betriebs­ge­nos­sen­schaft Hal­len­bad Alt­stet­ten geführt. Aus dem Quar­tier­le­ben ist das Bad nicht mehr weg­zu­den­ken.

Im Rahmen einer Archi­tek­tur­be­sich­ti­gung wurde ein Blick hinter die Kulis­sen mög­li­ch.