20. Archi­tek­tur-Füh­rung: Genos­sen­schaft Gleis 70

Her­met­schloostras­se 70, 8048 Zürich
Don­ners­tag, 7. Sep­tem­ber 2017, 17:30 Uhr

Anfang Sep­tem­ber 2017 fand die von Kul­tur48 orga­ni­sier­te Archi­tek­tur­füh­rung in der Genos­sen­schaft Gleis 70 statt. Das sechs­stö­cki­ge Geschäfts­haus an der Her­met­schloostras­se 70 in Alt­stet­ten war ursprüng­li­ch das Ver­wal­tungs- und Lager­haus des Spiel­zeug­wa­ren­ver­käu­fers Franz-Carl Weber. Das Gebäu­de ver­fiel, als es Mitte der 1980-er Jahre von FCW auf­ge­ge­ben wurde. Es erwach­te zu neuem Leben, als die Genos­sen­schaft Gleis 70 im Jahr 2000 einzog. Das Haus wurde saniert und bietet jetzt auf sechs Stock­wer­ken und dem Unter­ge­schoss den rund 150 Mit­glie­dern der Genos­sen­schaft güns­ti­ge Arbeits­räu­me. Meh­re­re Ate­liers konn­ten anläss­li­ch der zwei­stün­di­gen Füh­rung mit André Pinkus, einem der Initi­an­ten der Genos­sen­schaft, besich­tigt werden.

So erhiel­ten die Besu­cher Ein­bli­ck in eine Metall­werk­statt, eine Schrei­ne­rei und das grosse Lager eines Fil­me­quip­ment­ver­leihs , wo sich alles Not­wen­di­ge für die Beleuch­tung und die Auf­nah­me von Filmen findet. Ebenso sind in der Genos­sen­schaft diver­se sozia­le Ein­rich­tun­gen wie die Markt­lü­cke und der Öko­ser­vice ange­sie­delt, die ver­schie­de­ne Dienst­leis­tun­gen anbie­ten, und so Jugend­li­chen und sozial Benach­tei­lig­ten die Mög­lich­keit geben, eine Aus­bil­dung zu absol­vie­ren und in der Arbeits­welt Fuss zu fassen.

Inter­es­sant waren auch die unter­schied­li­chen Künst­ler­ate­liers, sei es ein japa­ni­scher Ori­ga­mi­künst­ler oder ein mit Prei­sen aus­ge­zeich­ne­ter Desi­gner. Hinter jeder Tür erwar­te­te die Inter­es­sier­ten eine kleine beson­de­re Welt.

Zum Abschluss bega­ben sich alle auf die Dach­ter­ras­se der Kan­ti­ne Her­met­schloo, wo ein gross­zü­gi­ger Apéro gereicht und die Gruppe mit einem ein­drucks­vol­len Blick über die Dächer Zürichs belohnt wurde. Auf dieser Dach­ter­ras­se findet wäh­rend der Som­mer­mo­na­te auch einmal im Monat, jeweils am ersten Don­ners­tag. die legen­dä­re Fiira­big­bar statt, zu der sich zahl­rei­che Genos­sen­schaft­ler und Genos­sen­schaft­le­rin­nen zusam­men­fin­den und den Aus­tau­sch pfle­gen. Gäste sind immer jeder­zeit herz­li­ch will­kom­men. Kul­tur48 bedankt sich bei allen, die zu diesem gelun­ge­nen Abend bei­tru­gen.

23. Okto­ber 2014: Besich­ti­gung Rau­tis­tras­se 300

Sieben span­nen­de Hoch­häu­ser an der Rau­tis­tras­se

Flyer Okt 2014Ursprünglich stan­den auf dem Areal im Lan­di­stil erbau­te Häuser aus den 40er-Jahren. Die Stadt prüfte eine Sanie­rung, die sich aber als unwirt­schaft­li­ch her­aus­stell­te. 2005 wurde ein Archi­tek­tur­wett­be­werb aus­ge­schrie­ben, den UNDEND-Archi­tek­ten gewan­nen. Nun wurden die ersten Woh­nun­gen bezo­gen.

Am 23. Okto­ber führte Kul­tur48 eine zweite Archi­tek­tur-Füh­rung durch, die 19. seit Beginn dieser Reihe. 70 inter­es­sier­te Per­so­nen nutz­ten die Gele­gen­heit, sich über die Ent­ste­hung der umstrit­te­nen Hoch­häu­ser infor­mie­ren zu lassen und noch vor deren Bezug einen Blick in eine der Woh­nun­gen zu werfen. Fast zehn Jahre nach dem Beginn der Pla­nung können nun rund 350 Per­so­nen in die sieben 7-stö­cki­gen Gebäu­de mit ihren 104 Woh­nun­gen ein­zie­hen.

Urs Egg und Chris­ti­an Meili von UNDEND-Archi­tek­ten sowie Roger Spie­gel von Spiegel+Partner als ver­ant­wort­li­cher Bau­lei­ter nutz­ten die Gele­gen­heit «ihre» Sied­lung dem inter­es­sier­ten Publi­kum vor­zu­stel­len. In ihren enga­gier­ten und fun­dier­ten Aus­füh­run­gen war u.a. zu erfah­ren, dass der Wohn­flä­chen­ver­brauch pro Person nur 29,6 m2 beträgt, was knapp 10 m2 weni­ger sind als der durch­schnitt­li­che Flä­chen­kon­sum pro Person in der Stadt Zürich. Die beglei­te­te «Runde» durch die Sied­lung zeigte, dass die Hoch­häu­ser erstaun­li­ch locker in der noch zu begrü­nen­den Park­land­schaft und zwi­schen den alten Bäumen ver­teilt sind. Dank der drei­sei­ti­gen Aus­rich­tung sind die Woh­nun­gen licht­durch­flu­tet und bieten den Bewoh­ne­rIn­nen eine ein­drück­li­che Weit­sicht. Erstau­nen mag das Fehlen eines Bal­kons, doch viel­leicht trös­tet die Loggia, die sich in allen Jah­res­zei­ten nutzen lässt. Die Wohn­sied­lung ist nach Miner­gie-Eco-Stan­dard erbaut. Ende gut alles gut nach den lang­jäh­ri­gen Rekur­sen? – Archi­tek­to­ni­sch konnte die Sied­lung auf jeden Fall über­zeu­gen.

Kerstin Flei­scher und Helena Neu­haus, Mit­glie­der Kul­tur48

16. Okto­ber 2014: Musi­kevent Frei­la­ger

Bilder & Klänge im Rohbau

Am Don­ners­tag,
16. Okto­ber 2014 findet von 18.00 bis ca. 20.00 Uhr ein ein­ma­li­ges Kon­zert in der Frei­la­ger-Über­bau­ung statt.

unspecifiedRohbau, pro­vi­so­ri­sche Holz­trep­pen, nackte Beton­wän­de, lose Kabel und Bau­ma­schi­nen werden kom­bi­niert mit einem glit­zern­den lin­den­grü­nen Abend­kleid und Gei­gen­klän­gen. Diese unge­wöhn­li­che Kom­bi­na­ti­on gab es am 16.10.14 im Rohbau der Frei­la­ger­über­bau­ung zu bestau­nen. Wie kam es dazu? – Dank der logis­ti­schen und finan­zi­el­len Unter­stüt­zung der Frei­la­ger AG konnte Kul­tur48 ein aus­ser­ge­wöhn­li­ches Pro­jekt rea­li­sie­ren. Die Gei­ge­rin Davni Leder­ger­ber kon­zi­pier­te mit den Video- und Instal­la­ti­ons­künst­lern Baggenstos/​Rudolf einen Musi­kevent im Rohbau.

Das Publi­kum konnte in der aus­ge­buch­ten Ver­an­stal­tung Bilder genies­sen, die es nicht ver­ges­sen wird: Wir sahen ein Video von einem Baum, in dem die Gei­ge­rin sass und spiel­te. Und dann plötz­li­ch war im Neben­ge­bäu­de im gleis­sen­den Schein­wer­fer­licht die Gei­ge­rin zu sehen, die live im grünen Abend­kleid spiel­te und einen unwirk­li­chen Gegen­satz zur Umge­bung der Bau­stel­le schaff­te. Ver­zau­bert lausch­te das Publi­kum den vir­tuo­sen Klän­gen, die in den leeren Räumen des Gebäu­des ihren Wider­hall fanden.

In einen nächs­ten Raum gelockt, sah man die Gei­ge­rin auf einem Video in einem veri­ta­blen Hüh­ner­stall sitzen. Im roten Abend­kleid spiel­te sie von den gackern­den Hüh­nern gleich­sam unbe­irrt wie inspi­riert ihre Klänge. Auf einem wei­te­ren Video spiel­te sie auf der Leit­plan­ke der Hard­brü­cke balan­cie­rend mit dem Prime Tower im Hin­ter­grund. Wäh­rend das Publi­kum gebannt den fabel­haf­ten Läufen der Gei­ge­rin mitten im Ver­kehr lausch­te, erklang die zweite Gei­gen­stim­me des Stü­ckes, die nun plötz­li­ch live dazu von ihr gespielt wurde. Der Abschluss in den gross­zü­gi­gen Roh­bau­räu­men erfolg­te auf einem Video, in dem die Gei­ge­rin im leeren Let­zi­grund mitten in den Rängen spiel­te.

Zurück blei­ben unver­gess­li­che Bilder des Künst­ler­du­os und wun­der­ba­re Musik, ful­mi­nant und vir­tuos von der Gei­ge­rin Davni Leder­ger­ber dar­ge­bo­ten. Ein wahr­haft unver­gess­li­ches Feu­er­werk von Tönen und über­ra­schen­den Bil­dern mitten auf einer Bau­stel­le, die dem­nächst zu Leben – auch zu kul­tu­rel­lem Leben erwa­chen wird. /​Bar­ba­ra Böhi Kir­ca­li, Mit­glied Kul­tur48

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19. Mai 2014: Hal­len­bad Alt­stet­ten – ein Blick hinter die Kulis­sen

Das Hal­len­bad Alt­stet­ten
Flyer_Architektur_19_Mai_14wurde im Jahr 1973 eröff­net und bis 1996 durch die Stadt Zürich betrie­ben. Seit dem 1. August 1997 wird das Bad unter pri­vat­wirt­schaft­li­chen Bedin­gun­gen durch die Betriebs­ge­nos­sen­schaft Hal­len­bad Alt­stet­ten geführt. Aus dem Quar­tier­le­ben ist das Bad nicht mehr weg­zu­den­ken.

Im Rahmen einer Archi­tek­tur­be­sich­ti­gung wurde ein Blick hinter die Kulis­sen mög­li­ch.

5. Sept. 2013: Das BASISLAGER – 200 Krea­ti­ve in Alt­stet­ten

Rund­gang durch die neue Sied­lung, Kon­takt mit den dort Täti­gen

An der Aar­gau­er­stras­se Kult_Flyer_Basislager_01wurde das «Basis­la­ger» eröff­net, Ate­liers für 200 Gewer­be­trei­ben­de und Künstler/​innen. Ver­tre­ten sind Dar­stel­len­de und Bil­den­de Kunst, Foto­gra­fie, Mode, Lite­ra­tur, Musik, Bild­haue­rei, Start-Up Unter­neh­men aus Archi­tek­tur und Visu­el­le Kom­mu­ni­ka­ti­on, Per­so­nen im Klein­ge­wer­be.

Wie lebt und arbei­tet man in dieser Sied­lung? Was bedeu­tet sie für Alt­stet­ten? Welche Dienst­leis­tun­gen und Pro­duk­te werden ange­bo­ten?

Ein­drü­cke vom Besuch des «Basis­la­gers»:

24. Juni 2013: 17. Archi­tek­tur­füh­rung: Zen­trums­ge­biet Alt­stet­ten

Stadt­rund­gang in Zusam­men­ar­beit mit dem Amt für Städtebau

Das Quar­tier Kult_Flyer_Architektur Jun13Alt­stet­ten ist seit dem Bau des Bahn­hofs im Jahr 1847 zu einem der grössten und bedeu­tends­ten Quar­tie­re Zürichs ange­wach­sen, heute zählt Alt­stet­ten rund 28000 Ein­woh­ner. Neben bau­his­to­ri­sch Schutzwürdigem befin­den sich hier auch viele archi­tek­to­ni­sch inter­es­san­te Neu­bau­ten.

Die Archi­tek­tur­füh­rung «Vom Kirch­hü­gel zum Bahn­hof», orga­ni­siert von Kul­tur48 in Zusam­men­ar­beit mit dem Amt für Städ­te­bau, zeigte, wie unter­schied­li­ch in Alt­stet­ten mit his­to­ri­scher Bau­kul­tur umge­gan­gen wurde und wird. Wir zeich­nen hier den Spa­zier­gang vom Kirch­hü­gel zum Bahn­hof nach, basie­rend auf den Unter­la­gen, die Frau Dr. Saskia Roth, Pro­jekt­lei­te­rin Denk­mal­pfle­ge im Amt für Städ­te­bau, vor­be­rei­tet hatte. – Sie können den Text hier aus­dru­cken und den Spa­zier­gang im Allein­gang unter die Füsse nehmen.

Einen Vor­schlag für einen wei­te­ren Quar­tier­spa­zier­gang finden Sie hier.